Heimatortsgemeinschaft Parabutsch e.V.
230 Jahre Parabutsch 2016

HOG – Vorstandschaft zu Besuch in Ulm

 

Die Geschichte von Menschen an der Donau ist alt und wechselvoll. Der Fluss, das „blaue Band Europas“, war für die Menschen Verkehrsweg, Energiequelle, sowohl Grenze als auch gemeinsamer Lebensraum. An seinen fast 3.000 km langen Ufern wurden einst über 40 verschiedene Sprachen gesprochen, verschiedene Kulturen friedlich nebeneinander gelebt. Auch die ausgewanderten Donauschwaben waren Jahrhunderte lang Teil dieser Vielvölkergemeinschaft im südlichen Donauraum – bis zu Flucht und Vertreibung vor 80 Jahren.

Kultur, Tradition und Brauchtum, aber auch der Schicksalsweg unserer Vorfahren aus Parabutsch wird nirgendwo so lebendig dargestellt wie im Donauschwäbischen Zentralmuseum in Ulm. Die beeindruckende Festung war mit ihrer neu gestalteten, modernen Museumspädagogik deshalb auch das Ziel der diesjährigen Vorstandsreise, verbunden mit dem Besuch des traditionellen Donau-Festivals. Die Vielfalt der künstlerischen und kulinarischen Darbietungen begeisterte unsere Reiseteilnehmer bei herrlichem Sommerwetter sowohl am baden-württembergischen, als auch am bayerischen Ufer dieses völkerverbindenden Stroms.     

Heribert Rech, Vorsitzender


Walldorfer Heimatfreunde besuchten das HOG-Museum

 

Am Mittwoch, 12. Juni 2024 war eine Abordnung, bestehend aus 14 Mitgliedern und Interessierten der „Vereinigung Walldorfer Heimatfreunde e.V. 1965“ bei uns zu Gast, um unser Heimatmuseum in Langenbrücken zu besuchen.

Unser 1. Vorsitzender Heribert Rech übernahm die Führung durch das Museum und wusste durch seine Schilderungen und weiteren Berichten über verschiedene Begebenheiten die Zuhörer zu begeistern. Generell wurde die Ausstattung und die Gestaltung unseres Museums sehr gelobt.

Im Anschluss gab es in unserer „guten Stube“ noch ein gemeinsames deftiges Vesper mit der typischen geräucherten Paprikawurst und Schwartenmagen. In dieser geselligen Runde wurde noch lange gefachsimpelt über die Arbeit der Heimatvereine, deren Museen, die Ausstattungen und die Durchführung von Veranstaltungen. Es war für alle Beteiligten ein sehr gelungener Abend.

Es ging sogar so weit, dass wir die HOG Parabutsch eine Einladung für die Straßenkerwe Eröffnung am 19. Oktober 2024 in Walldorf erhalten haben.

Und darüber hinaus haben sich ein paar Walldorfer dafür ausgesprochen an der Gedenkfeier am 13. Oktober 2024 in der Kraichgauhalle in Langenbrücken teilzunehmen.

 

Für die Vorstandschaft:

Bernhard Hunger, 2. Vorsitzender


Nachlese zum Pfingsttreffen der HOG Parabutsch

 

 

Seit Bestehen der HOG Parabutsch gehört es zur Tradition, den Pfingstsonntag mit einem Festgottesdienst in der St. Vituskirche zu beginnen. Erstmals war es in diesem Jahr anders, denn man hielt das Totengedenken auf dem Friedhof bereits vor dem Gottesdienst. Der Grund für diese Änderung war der knappe Zeitrahmen für die Trachtenträger. Bisher mussten sie nach dem Gottesdienst zu Fuß zum Friedhof laufen und danach zu Fuß zum Bürgerhaus zurück, denn wegen der aufwändigen Tracht konnte man nicht mit dem Pkw fahren. Dann mussten sie sich auf dem schnellsten Wege umziehen, denn die Gäste warteten schon auf das Mittagessen. Dies zur Erklärung, warum das in diesem Jahr geändert wurde.

Beim Einzug in die St. Vituskirche bot die Trachtengruppe, bei der vor Kurzem ein neues Mitglied aufgenommen wurde, zusammen mit dem Fahnenträger Thomas Friedl ein imposantes Bild. Pfarrer Prestel ging in seiner Predigt auf die Bedeutung des Pfingstfestes ein, Lena Mächtel und Jürgen Purr trugen die Fürbitten vor. Mit einem Gruppenfoto auf der hinteren Treppe der St. Vituskirche fand der besonders feierliche Gottesdienst seinen Abschluss.

Beim Mittagessen im großen Saal des Gustav-Basnizki-Bürgerhauses hieß der 1. Vorsitzende Heribert Rech die Gäste herzlich willkommen und erinnerte analog wie auch zuvor am Ehrenmal an Flucht und Vertreibung der Donauschwaben. Dabei schloss er auch die Menschen mit ein, die derzeit auf der ganzen Welt das gleiche Schicksal erleiden. Traditionell gab es zum Mittagessen das donauschwäbische Saueressen, das wie die Paprikawürste nach überliefertem Rezept „vum Drei Königs Rudd´l“ sehr pikant zubereitet wurde. Das sich anschließende üppige Kuchenbuffet ließ keine Wünsche offen und bei der gemütlichen Kaffeerunde kam so manches Schwätzchen zustande. Auf Wunsch führte der Museumsleiter Jürgen Purr die interessierten Gäste durch das Museum.

Abschließend bedankte sich Heribert Rech sehr herzlich bei allen, die zum Gelingen dieses Pfingsttreffens beigetragen haben, sei es in der Vorbereitung des Festes oder durch Mithilfe beim Pfingsttreffen selbst, oder durch ihre großartige Kuchenspende. Sein besonderer Dank ging jedoch an alle, die durch ihr Kommen die Verbundenheit mit der HOG Parabutsch zeigten!

Wir freuen uns schon jetzt auf das nächste Fest mit Ihnen, spätestens an unserem Gedenktag „80 Jahre Flucht und Vertreibung“, der am Sonntag, den 13. Oktober 2024 in der Kraichgauhalle stattfindet!

 

Für die HOG- Vorstandschaft:

Otto W. Meid, Pressewart

 


Überwältigender Andrang beim Lichtbildervortrag:

 

 

„Langenbrücken auf alten Ansichten“

Mit einem solch großen Zuspruch hatte die HOG Parabutsch wohl kaum gerechnet. Zusammen mit dem mit veranstaltenden Kur- und Verkehrsverein Bad Schönborn hatten die Verantwortlichen der Heimatortsgemeinschaft alle Hände voll zu tun, die überwältigende Zahl der interessierten Besucher im Gustav-Basnizki-Bürgerhaus mit ausreichend Sitzplätzen und der traditionell guten Bewirtung zu versorgen.  „Ohne Heimat sein, heißt leiden!“. Mit diesem Zitat von Fjodor M. Dostojewskij eröffnete der Vorsitzende Heribert Rech unter dem Beifall der über 160 Zuhörer den Nachmittag, um dann hinzuzufügen: „Je älter der Mensch wird, desto tiefer werden seine Wurzeln“. Unter Heimat mag jeder etwas anderes verstehen, so Heribert Rech, aber gemeinsam ist die Prägung jedes einzelnen durch seine soziale Umgebung, durch die Gemeinde, in die er hineingeboren wird, durch deren charakteristischen Gebäude, die von den Vorfahren erzählen und die Geschichte ausstrahlen. Niemand könne diese Geschichte anschaulicher vermitteln als die Ortshistoriker Dr. Rudolf Schmich und Otto Meid, so der Vorsitzende weiter. In diese spannende und mit zahlreichen historischen Ereignissen veranschaulichte „Entdeckungsreise in die Vergangenheit“ wurden die Zuhörer dann durch Dr. Schmich mitgenommen, der mit unvergleichlich reichem Wissen die Ortsgeschichte von der Gründerzeit über die Geschehnisse während der Badischen Revolution bis zur Neuzeit mit all ihren Höhen und Tiefen, mit Not und Elend, aber auch mit Wohlstand und beispielhafter Entwicklung, lebendig werden ließ.

Zum Erlebnis für alle Gäste wurde die Geschichte des Ortes durch die zahlreichen, bislang noch nicht veröffentlichten Lichtbilder des auf die Ortshistorie spezialisierten Fotografen Otto Meid. Unter tausenden von ihm archivierten Dokumenten hatte Otto Meid in zahllosen Stunden eine für die Nachwelt höchst wertvolle Fotoserie ausgesucht, die es wert wäre, den vielen Interessierten, die an diesem Nachmittag leider nicht alle Platz finden konnten, nochmals gezeigt zu werden.                                                    

Mit einem großen Dank an die beiden Referenten und dem Versprechen, baldmöglichst einen weiteren Termin für diese „Entdeckungsreise in die Vergangenheit“ zu finden:

Vorstandschaft der HOG Parabutsch 


Die HOG Parabutsch lädt zum Lichtbildervortrag ein

Alte Ansicht Haupt- u. Badstraße ca. 1923

 

 

Zusammen mit dem Kur- und Verkehrsverein lädt die HOG Parabutsch noch einmal zum Lichtbildervortrag

Entdeckungsreise in die Vergangenheit:

LANGENBRÜCKEN AUF ALTEN ANSICHTEN ein.

Die Veranstaltung findet statt am Samstag, den 04. Mai 2024 – 15.00 Uhr im Gustav-Basnizki-Bürgerhaus, Trechterweg 2 Langenbrücken.

Im Rahmen dieses Vortrages wird der Wandel des einst landwirtschaftlich geprägten Dorfes Langenbrücken zum Kurort und zum heutigen Industriestandort nachgezeichnet. Dabei werden aus dem umfangreichen Archiv von Otto Meid, sehr seltene und bisher noch nicht veröffentlichte Aufnahmen kommentiert von dem Ortshistoriker Dr. Rolf Schmich.

Alt- und Neubürger, sowie alle Interessierten sind dazu sehr herzlich eingeladen.

Die Bewirtung übernimmt die HOG Parabutsch. Der Eintritt ist frei.

Freiwillige Spenden dienen der Restauration der historischen „Marienkapelle“ am Holzmüllerrichtweg.

Vorstandsteam der HOG Parabutsch

 


Hohe Auszeichnung für Dr. Rudolf Schmich:

 

 

Herzlichen Glückwunsch!

Für besondere Verdienste in der Heimatpflege hat Frau Regierungspräsidentin Sylvia M. Felder jetzt den Geschichts- und Heimatforscher Dr. Rudolf Schmich im Rahmen einer Feierstunde in Sulzfeld ausgezeichnet.  Mit der Verleihung der Ehrennadel 2024 des Arbeitskreises Heimatpflege des Regierungsbezirks Karlsruhe wird das umfangreiche Wirken von Rolf Schmich für seine Heimatregion und insbesondere seine zahlreichen Publikationen und Vorträge gewürdigt.

Die Auszeichnung erfahren Personen und Institutionen, die sich der lebendigen Auseinandersetzung mit Geschichte und Kultur widmen und dabei den Wandel des Begriffs Heimat mit einbeziehen. So hat auch die HOG Parabutsch Dr.Rolf Schmich beispielsweise die Sonderveröffentlichung „Aus Flüchtlingen werden Neubürger“ zu verdanken, einer sehr anschaulichen Beschreibung des Schicksalsweges vieler Heimatvertriebener in eine neue Zukunft (erschienen zum Ortsjubiläum „750 Jahre Langenbrücken“).

Der Wandel unseres einst landwirtschaftlich geprägten Dorfes Langenbrücken zu einem Kurort, wird auch im Rahmen eines Vortrags am 04. Mai um 15,00 Uhr im Gustav-Basnizki-Bürgerhaus durch Rolf Schmich, sowie Ortshistoriker und Fotograf Otto Meid anhand historischer, bisher noch nicht veröffentlichter, Aufnahmen nachgezeichnet. Die HOG, als Mitveranstalter, freut sich auf diesen unterhaltsamen Nachmittag!

Wir gratulieren Herrn Dr. Rolf Schmich und danken ihm nicht zuletzt auch für seine Beiträge in unseren Jahreskalendern.

Für den HOG-Vorstand: Heribert Rech (Vorsitzender)


Landsmannschaft der Donauschwaben:

Bundesversammlung in Sindelfingen

Bernhard Hunger in den geschäftsführenden Bundesvorstand gewählt!

Bei den Neuwahlen im Rahmen der Bundesversammlung der Landsmannschaft der Donauschwaben wurde unser stellvertretender Vorsitzender Bernhard Hunger von den Delegierten aus Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz und Hessen einstimmig zum stellvertretenden Bundesvorsitzenden gewählt. Mit weiteren drei Stellvertretern vertritt er damit die Interessen der Heimatortsgemeinschaften im geschäftsführenden Bundesvorstand.

Neuer Bundesvorsitzender ist der noch junge Gymnasiallehrer Jürgen Harich aus Tuttlingen, der damit dem langjährigen Bundesvorsitzenden Hans Supritz, Ulm folgt. Die HOG Parabutsch war mit sieben Mitgliedern bei der Versammlung am vergangenen Sonntag in Sindelfingen vertreten und hat die Gelegenheit genutzt, erste Vorbereitungen für den Gedenktag am 13. Oktober 24 unter dem Motto „Versöhnung durch Erinnerung!“ zu treffen. Mit der Wahl von Bernhard Hunger, einem Vertreter der Nachkriegsgeneration mit Parabutscher Wurzeln, vollzieht sich ein Generationswechsel. Wir gratulieren!

Heribert Rech, Vorsitzender


HOG-Tradition am Karfreitag:

 

„Fischpaprikasch“ im Gasthof „Zu den Drei Königen“

Das Fischgulaschessen der HOG Parabutsch war wiederum ein sehr großer Erfolg. So lautete nicht nur das Resümee des ersten Vorsitzenden Heribert Rech, sondern auch vieler Gäste, die sich eingefunden hatten, um die Tradition des Fischgulaschessens am Karfreitag weiter zu pflegen. Neben den bisherigen, treuen Teilnehmern konnte Heribert Rech auch viele neue Gäste begrüßen, die teils von auswärts angereist waren. Sein großes Lob galt dem Küchenteam um Hans und Monika Doll, das von Margot König und Elisabeth Päßler unterstützt wurde, die auch den Einkauf der Fische tätigte. Sie besorgte ein Sortiment von nahezu 40 kg Fischen, das aus Zander, Wels, Seelachs- und Kabeljaufilet bestand. Aus mehreren kg Fischkarkassen wurde tags zuvor ein Sud zubereitet, der die Basis des Gerichtes bildet. Mehrere Kilogramm Zwiebeln, Kartoffeln, Rotwein, Tomatenmark, sowie milder und scharfer Paprika, rundeten das „Paprikasch“ zum perfekten Gaumen Erlebnis ab.

Die Tradition des Fischgulaschessens, die schon in der ehemaligen Heimat gepflegt wurde, -allerdings durften damals nur Männer daran teilnehmen-, ist nicht nur ein Geschmackserlebnis, sondern es dient auch der Geselligkeit, da Jung und Alt dabei zusammenkommen. Um die 100 Personen waren gekommen, um die Parabutscher Spezialität vor Ort zu genießen, ca. 20 Portionen wurden für zu Hause abgeholt.

Heribert Rech bedankte sich nicht nur bei dem rührigen Küchenteam, das schon tags zuvor die Vorbereitungen traf, sondern auch bei den hilfsbereiten Freunden, die immer zur Stelle sind, wenn sie bei der HOG gebraucht werden. Auch den Kellnern Bernhard und Jürgen, die in Parabutscher Tracht für die Getränke sorgten, bedankte er sich sehr herzlich. Sein Dank galt auch den Wirtsleuten vom „Drei König“, die jedes Jahr ihre Küche zur Verfügung stellen.

 

Für die Vorstandschaft:

Otto W. Meid, Pressewart