HOG Parabutsch

2017

HOG Kaffeenachmittag am 05.11.2017


Chor aus Parabutscher Nachbarschaft Bac zu Gast bei der HOG vom 13.-16.10.2017


Kaffeenachmittag im Bürgersaal Langenbrücken

 

2017.11.05, HOG Kaffeenachmittag, Neu

Weitere Fotos von dieser Veranstaltung siehe Fotogalerie Aktuelle Fotos

 

Völlig überrascht zeigten sich die Besucher des Kaffeenachmittags am Sonntag, 05. November, als sie schon beim Eintreffen mit heiterer klassischer Musik empfangen wurden, waren doch erst wenige Gäste im Saal, da bekanntermaßen der Beginn dieser Veranstaltungen sich immer „sehr fließend“ gestaltet.
Dieser wunderbare Empfang der Gäste war aus der Not geboren, hatte doch das Querflöten-Quartett unter Leitung von Frau Oberbeck und mit Klavierbegleitung von Herrn Brückmann im Anschluss weitere terminliche Verpflichtungen.
Aber gerade deshalb den Musikkünstlern aus der Musikschule „Mehrklang“ für dieses für sie zusätzliche Engagement ein ganz herzliches Dankeschön!
Im weiteren Programmverlauf stellte Reinhilde Link, stellvertretende Vorsitzende der HOG Parabutsch, das nun komplette Programm der im August 2018 stattfindenden Serbienreise vor, zu der sich mittlerweile schon eine sehr stattliche Anzahl an Teilnehmern angemeldet hat.
Und natürlich gab es am Kuchenbuffet, wie gewohnt, zum Kaffee ein reichhaltiges Angebot selbstgebackener Kuchen, die traditionsgemäß wieder von unseren eifrigen Kuchenbäckerinnen hergestellt wurden.
Auch die zum Nach-Hause-Nehmen angebotenen „Parabutscher Bratwürste“ und Schwartenmagen, aus der Küche von Rudolf Dickgießer (Gastwirt „Zu den drei Königen“) erfreuten sich großer Beliebtheit.
Allen, die zum Gelingen dieses Kaffeenachmittages beigetragen haben, sei es in Form von Kuchenspenden oder bei der inhaltlichen Gestaltung des Nachmittags bzw. beim Herrichten und Aufräumen des Bürgersaals, sagen wir an dieser Stelle ein ganz herzliches Dankeschön!
Für die Vorstandschaft:
Reinhilde Link, 2. Vors. u. Schriftführerin


Kaffeenachmittag am 05.November 2017

thumbnail of Voranzeige, Kaffeenachmittag, Nov. 2017

Chor aus Parabutscher Nachbarschaft zu Gast beim Pfarrfest

Serbischer Chor, II

Weitere Fotos von dieser Veranstaltung siehe Fotogalerie Aktuelle Fotos

 

 

Stimmen aus der alten Heimat:

„Gänsehaut garantiert“ – so lassen sich die Auftritte des gemischten Chores „Santa Maria“ aus dem serbischen Bač am Sonntag beim Pfarrfest der Pfarrgemeinde St. Vitus Langenbrücken überschreiben. Schon die gemeinsame Gestaltung des Festgottesdienstes mit dem St. Vitus-Chor war ein Hörgenuss. Es brauchte nur eine gemeinsame Probe der beiden Chöre, um die Schubertmesse aus einem Guss zu präsentieren. Im Anschluss ließen die 24 Sängerinnen und Sänger im Rahmen des Nachmittagsprogramms einen eindrucksvollen Querschnitt ihres Repertoires hören. Unter der Leitung von David Bertran begeisterten sie sowohl mit geistlichen wie zeitgenössischer Musik und Volksliedern in serbischer, altslowenischer, lateinischer, russischer, italienischer und deutscher Sprache. Highlights waren sicherlich die grandiosen Stimmen der Gesangssolisten Maya Petijevic und Pavle Milos. Bei einem weiteren Stück war die junge Sängerin am Klavier gemeinsam mit Bojan Cumurvic an der Klarinette zu hören. Der erst 21 Jahre alte Dirigent und Student an der Musikhochschule hat den Chor 2012 gegründet. Kennengelernt haben die Bad Schönborner Parabutscher, die Mitglieder der Heimatortsgemeinschaft (HOG), die Formation bei Besuchen in der alten Heimat, dem heutigen Ratkovo, wo der Chor „Santa Maria“ beim Festgottesdienst auftrat. Auf Einladung der HOG verbrachten die Sängerinnen und Sänger aus Serbien das Wochenende in der Kurgemeinde und wurden von der HOG betreut. Führungen durch die Kurgemeinde mit Besichtigungen, gemeinsame Essen, das Pfarrfest St. Vitus und am Montag den Besuches eines Einkaufszentrums, sowie eine Sonderführung durch das Heimatmuseum tragen dazu bei, dass der Besuch aus der alten Heimat für die Gäste unvergesslich bleibt.

Text: Petra Steinmann-Plücker


Serbischer Kirchenchor gastiert beim Pfarrfest am Sonntag, den 15. Oktober 2017

thumbnail of Werbung IV Serbischer Chor



++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

 

 


HOG beim Vinzenzifest in Wendlingen am 27.08.2017


Ausflug der Freien Christlichen Schule e.V. Heidelberg am 20.07.2017


Ausflug der Freien Christlichen Schule e.V. Heidelberg am 20.07.2017

2017.07.20, Freie Christl. Gemeinde HD

 

Schulklasse besuchte HOG Museum:

Die 4. Klasse der privaten Freien Christlichen Schulen e.V. Heidelberg besuchte zum Schuljahresabschluss mit ihrer Klassenlehrerin Frau Ingeborg Kaufmann und der Lehrerhelferin Emily Mewborne das Heimatmuseum der HOG Parabutsch. Nach einer kurzen Zugfahrt von Heidelberg nach Bad Schönborn Süd empfingen der Museumsführer Hans Drach und der 1. Vorsitzende Heribert Rech die junge Besuchergruppe. Nach einer kühlen Erfrischung lauschten Sie ganz gespannt, was Hans Drach und vor allem der 1. Vorsitzende Heribert Rech erklärten, wobei die eine oder andere Anekdote für die jungen Besucher sehr interessant waren. Hans Drach zeigte den Kindern zuerst einige Bilder von Ratkovo, wie es heute aussieht. Interessant waren für die Mädchen die Bilder mit den Kindern in ihren Trachten, weil sie so etwas nicht kannten. Danach ging es in den ersten Stock des Museum, wo die Kinder die Nachbildung des Ortes Parabutsch dem heutigen Ratkovo in einer Glasvitrine bestaunen konnten. Sehr interessant war die Ulmer Schachtel für die Kinder, fuhren doch die Auswanderer damit ab 1722 die Donau hinunter um sich im heutigen Ungarn, Serbien und Rumänien anzusiedeln. Die Siedler fanden zwar fruchtbares Land vor, aber es lag brach und musste erst urbar gemacht werden. Erst mit Beginn des 20.Jahrhunderts gab es in der Batschka gute Ernten. Angebaut wurden Weizen, Mais, Sonnenblumen und Hanf. Es war die beste und schönste Zeit der rund 160jährigen Ansiedlungsgeschichte. Jedoch fand sie am 9.Oktober 1944 ein jähes und brutales Ende. Flucht und Vertreibung folgten.
Nun ging es ins Obergeschoss, wo sich die ganzen Trachten und Geräte befinden. Die Kinder staunten nicht schlecht was da so alles zu sehen war. Sie waren ganz beeindruckt von der Handwaschmaschine oder dem großen Krug, den zur Kühlung der Getränke mit aufs Feld nahm. Nachdem Hans Drach und Heribert Rech noch einige Fragen der Schüler beantwortet hatten, machten sich die Schüler wieder auf den Heimweg. Frau Kaufmann bedankte sich ganz herzlich bei Herrn Drach und Herrn Rech für die tolle Führung, denen es sichtlich Spaß gemacht hat einmal so junge Besucher über die Geschichte der Parabuter zu informieren

Für die Vorstandschaft:
Elisabeth Päßler

 


Besuch des Heimat und Kulturverein Forst am 9. Juli 2017


Heimat u.Kultur Verein Forst Museumsbesuch mit dem Traktor

Heim+Kult.Verein Forst (2)

Eine illustre Gesellschaft besuchte vor kurzem das Heimatmuseum der HOG Parabutsch. Eine Besonderheit war dabei, dass ein Teil der lustigen Gruppe mit einem historischen Traktor angereist kam. Auf einer Rundfahrt durch die Region, machte der Heimat- u. Kulturverein- Forst e. V. in unserem Museum eine Zwischenstation. Der 120 Mitglieder zählende und 1988 gegründete Verein hat sich der Pflege und dem Erhalt von Heimat- Kultur- und Brauchtum in der Gemeinde Forst verschrieben, 1. Vorsitzender ist Roland Leibersperger. Ein Novum also das Heimatmuseum der HOG zu besuchen, denn auch hier steht der Erhalt von Heimat u. Kultur der ehemaligen Heimat Parabutsch im Vordergrund. Nach einer Erstversorgung mit kalten Getränken, -an diesem Tag war eine große Hitze-, führte Hans Drach die etwa 25 Teilnehmer durch das Museums. Beim Rundgang durch die beiden Räume, erfuhren die Besucher viel Wissenswertes über das Leben und die Bräuche der Donauschwaben. Besonders erstaunt und fasziniert waren sie von den vielen alten Gegenständen, den wunderschönen Trachten, der kostbaren Wäsche und wertvollen Stickereien aus der alten Heimat.
Unter den Teilnehmern der Führung waren auch die Eheleute Bernhard und Apollonia Hintermeier geb. Tilly, die den Besuch des Museums mit angeregt hatten. Frau Hintermeier, ist selbst in Parabutsch geboren, hatte Flucht und Vertreibung aus der alten Heimat miterlebt.
Zum Ende der Führung bedankte sich der 2. Vorsitzende Gerhard Eiseler ein pensionierter Lehrer, für die sehr interessante und aufschlussreiche Führung. Im Anschluss fuhr die Gruppe noch zu einer Besichtigung der Posidonien Schiefergrube in der Zeuterner Straße, bevor Gerhard Eiseler den historischen Traktor -ein großes Hobby von Gerhard Eiseler-, wieder heimatlichen Gefilden zu steuerte.

Für die Vorstandschaft: Otto W. Meid, Pressereferent


60. Pfingsttreffen der HOG Parabutsch


60.Pfingsttreffen der HOG Parabutsch

HOG 60. Pfingsttreffen

Weitere Fotos von dieser Veranstaltung siehe Fotogalerie: Aktuelle Fotos

 

Nein, ein Strohfeuer war es nicht, als vor nunmehr 60 Jahren die Parabutscher erstmalig am Pfingstsonntag sich zum sog. „Pfingsttreffen“ zusammenfanden. Kein Zweifel: Groß war damals die Schar der Besucher dieses Treffens, denn das durch Krieg und Flucht Erlebte schweißte die Parabuter zusammen, und jeder freute sich, seinen ehemaligen Nachbar von Zuhause oder seine Freunde, die mittlerweile in alle Winde „zerstreut“ waren, zu sehen, gemeinsam Erinnerungen auszutauschen bzw. mittlerweile Erlebtes kund zu tun!
Doch auch die Besucherzahl des diesjährigen Pfingsttreffens erfreute die Organisatoren sehr, kamen doch die Gäste angereist aus der ganzen Bundesrepublik! Und vor allem waren, wie der erste Vorsitzende Heribert Rech in seiner Begrüßung feststellte, manche Familien mit Großeltern, Eltern und Enkel, also mit drei Generationen, anwesend!
Aber schon im Festgottesdienst, zelebriert von dem aus Langenbrücken stammenden und sich stets mit den Parabutschern verbunden fühlenden Geistlichen, Pfarrer Karlheinz Speckert, erlebten die Kirchenbesucher eine Überraschung: Stand doch am rechten Seitenalter inmitten eines von Mesner Thomas Friedel gestalteten Blumenmeers die Statue der heiligen Gottesmutter, die 1980 aus der alten Heimat zuerst in der Pfarrkirche in Walldorf (bei Heidelberg) eine neue „Heimat“ gefunden hatte und 2014 auf Wunsch des 1981verstorbenen ehemaligen Parabutscher Ortspfarrers Nägele von der Vorstandschaft der HOG Parabutsch im Heimatmuseum einen würdigen Platz gefunden hatte.
Der Weg zum Mahnmal auf dem Friedhof ist nach dem Festgottesdienst für viele ein Bedürfnis. Und hier, wie bei der Veranstaltung im Bürgersaal der Gemeinde, erinnerte der erste Vorsitzende Heribert Rech an das „Unrecht des Nationalsozialismus, aber auch an die Vertreibung von Millionen Deutscher aus ihrer Heimat. Wir können unsere Zukunft nur dann gestalten“, so der Vorsitzende, „wenn wir uns auch unserer Geschichte bewusst sind.“ „Erst die Aufarbeitung der Vergangenheit schafft Raum für Versöhnung und Vertrauen“ zitierte er eine Aussage von Bundeskanzlerin Angela Merkel und verwies dabei auch auf das 60jährige Bestehen des Bundes der Vertriebenen, der gleichbedeutend sei für 60 Jahre Einsatz für Menschenrechte, Heimat und Verständigung.
Im heiteren Teil der Veranstaltung wirbelten die „Longebrigger Kids“ durch den Saal und brachten selbst nicht mehr ganz so Vitale mit ihrer „Mitmachaufforderung“ ganz schön in Bewegung. „Mucksmäuschenstill“ wurde es hingegen wieder, als Pressewart Otto Meid in zwei Etappen die letztjährige Busreise nach Serbien meisterlich gekonnt vorführte, und sich deshalb bei so manchem schon die Vorfreude auf die Serbienreise 2018, wiederum im August, einstellte, vor allem, als Hans Rosanovitsch das vorläufige Reiseprogramm erläuterte, das diesmal einen Übernachtungsstopp in der Wachau vorsieht. Wie groß das Interesse an dieser Reise jetzt schon ist, zeigen die 40 Anmeldungen, die an diesem Nachmittag getätigt wurden.
Nicht unerwähnt bleiben darf natürlich das von Rudolf Dickgießer, Wirt des „Gasthaus zu den drei Königen“ zubereitete Saueressen und die Bratwürste mit Krautsalat, die nach kürzester Zeit schon „ausverkauft“ waren. Auch das Kuchenbuffet, das nicht nur ein Augenschmaus darstellte, sondern auch herrliche Gaumenfreuden versprach, erfreute sich sehr großer Beliebtheit. Und so dankt die Vorstandschaft der HOG Parabutsch allen, die zum Gelingen dieses Tages beigetragen haben, sehr herzlich. Vor allem den fleißigen Helferinnen und Helfern beim Aufbau der Tische und Stühle und der Gestaltung des Bürgersaals, den unermüdlichen Helferinnen in der Küche, den fleißigen Kuchenbäckerinnen, Pfarrer Karlheinz Speckert, Mesner Thomas Friedel, Otto Meid, Frau Dammert mit den „Longebrigger Kids“ und vor allem den Gästen des 60. Pfingsttreffens. Wir freuen uns, Sie auch bei unseren nächsten Veranstaltungen willkommen heißen zu können!

Für die Vorstandschaft: Reinhilde Link, 2. Vors. u. Schriftführerin

++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++


Vorstandschaft der HOG Parabutsch auf den Spuren der Vergangenheit


Traditionelles 60. Pfingsttreffen der HOG Parabutsch am Pfingstsonntag

 

Pfingsttreffen

 


Vorstandschaft der HOG Parabutsch auf den Spuren der Vergangenheit

 

HOG Ausflug Pforzheim II

Die Vergangenheit „aufspüren“. Dieses Leitmotiv der Vorstandschaft der HOG Parabutsch, wird jedes Jahr von den Vorstandsmitgliedern auf vielfältige Weise in die Tat umgesetzt. Und so geschehen auch am Montag, 08. Mai, als sich die wissensdurstige Gruppe mit dem Zug auf die Reise nach Pforzheim begab. Dort, in Pforzheim, galt es, auf sehr ungewöhnliche Weise die Vergangenheit zu „erleben“, denn unter dem Motto „Rom 312“ gestaltete der Künstler Yadegar Asisi im ehemaligen Gasometer ein 360°-Panorama mit über 30 Metern Höhe und 100 Metern Umfang, ein „Faszinosum zum rundum Staunen, denn die Riesenrundbilder nehmen den Besucher mit in eine großartige Welt voller Leben, Schönheit und Dramatik“, wie es im Flyer zur Ausstellung heißt. Dort, im Innern des Gasometers, erblickt der Besucher die „ewige Stadt“, das antike Rom, wie es sich um das Jahr 312 n.Chr. darstellte. Hier schweift der Blick des Betrachters über dicht bebaute Hügel, über die berühmten Tempel, Thermen, Basiliken und Triumphbögen bis hin zu der am Horizont erkennbaren Küstenregion und lässt ihn so eintauchen in eine längst vergangene Welt der Antike, die sich ihm besonders eindrucksvoll aus der Perspektive einer 15 Meter hohen Betrachter-Plattform darbietet und ihm von dort oben einen „dreidimensionalen Illusionseffekt“ vermittelt. Unterstrichen wird dieses Erlebnis durch spektakuläre Lichteffekte, die den Tagesverlauf vom Aufgehen der Sonne bis zum Einbrechen der Nacht in immer wiederkehrenden Sequenzen wiederspiegeln. Es erübrigt sich festzuhalten, dass auch die Vorstandsmitglieder der HOG Parabutsch überwältigt waren von dem im Gasometer der Stadt Pforzheim Gesehenen und Erlebten. Und so fand die sehr beeindruckende ungewöhnliche Reise in die Vergangenheit ihren heiteren Ausklang in einem Bad Schönborner Restaurant.
Für die Vorstandschaft: Reinhilde Link, 2. Vors. u. Schriftführerin


Fischpaprikasch am Karfreitag


Fischpaprikasch am Karfreitag

HOG-Fischpaprikasch II

Traditionelles „Fischpaprikasch“ am Karfreitag

Das Fischgulaschessen der HOG Parabutsch war wiederum ein sehr großer Erfolg. So lautete nicht nur das Resümee des ersten Vorsitzenden Heribert Rech, sondern auch vieler Gäste, die sich im „Restaurant zu den drei Königen“ eingefunden hatten, um die Tradition des Fischgulaschessens am Karfreitag weiter zu pflegen. Neben den bisherigen, treuen Teilnehmern konnte Heribert Rech auch einige neue Gäste begrüßen, die teils von weit her angereist waren. Sein ganz großes Lob galt dem Küchenteam um Hans und Monika Doll, das von Margot König und Elisabeth Päßler unterstützt wurde, die auch den Einkauf tätigte. Sie besorgte das Sortiment von ca. 30 kg Fischen, das aus Karpfen, Wels, Seelachsfilet und Kabeljaufilet bestand. Aus 10 kg Fischkarkassen musste tags zuvor ein Sud zubereitet werden, der die Basis des Gerichtes bildete. Mehrere Kilogramm Zwiebeln, einige Flaschen Rotwein, Tomatenmark, sowie milder und scharfer Paprika, rundeten das „Paprikasch“ zum perfekten Geschmackserlebnis ab.

Die Tradition des Fischgulaschessens, die schon in der ehemaligen Heimat gepflegt wurde, -allerdings durften damals nur Männer daran teilnehmen-, ist nicht nur ein Gaumenerlebnis, sondern es dient auch der Geselligkeit, da Jung und Alt dabei zusammenkommen. Auch heuer trafen sich um die 60 Personen in lockerer Atmosphäre, die bis in den späten Nachmittag diese Geselligkeit pflegten.

Heribert Rech bedankte sich nicht nur bei dem rührigen Küchenteam, das schon Tage zuvor die Vorbereitungen traf, sondern auch bei den hilfsbereiten Freunden wie, Bernhard Steltz und Berthold Häfner, die bei jeder Gelegenheit zur Stelle sind, wenn sie bei der HOG gebraucht werden. Sein besonderer Dank galt den Wirtsleuten von „den Drei Königen“, die zwar selbst nicht anwesend waren, jedoch jedes Jahr ihre Küche zur Verfügung stellen. Zu guter Letzt der stets hilfsbereiten Nicole Kurz, die der Heimatortsgemeinschaft immer freundlich zugetan ist, ein „extra großes Dankeschön“.

Für die Vorstandschaft:

Otto W. Meid, Pressereferent

+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++


Kaffeenachmittag am, 12.März 2017


Kaffeenachmittag mit Traditionellem und Außergewöhnlichem

Nun, was war am Sonntag, 12. März 2017, dem diesjährigen ersten Kaffeenachmittag der HOG Parabutsch wie gewohnt und Tradition?
Ja, das war in erster Linie die Wiedersehensfreude, die sich bei vielen beim Anblick lange nicht mehr gesehener „Parabutscher“ einstellte und die Aussicht, persönliche und muntere Gespräche miteinander führen zu können. Das waren aber auch die herrlichen Kuchen unserer treuen Kuchenbäckerinnen, die jedem Kuchenliebhaber das Herz höher schlagen ließen und dem Kaffee erst die richtige „Note“ gaben.
Auch dass an diesem Kaffeenachmittag das Museum immer wieder ein Anziehungspunkt darstellte, zählt zur liebgewordenen Tradition dieser Nachmittage.
Ja, und gewohnt professionell und wieder sehr, sehr interessant, war die Präsentation unseres Pressewarts Otto Meid, der mit seiner Bilddokumentation über die letztjährige Gedenkfeier anlässlich der 230-jährigen Wiederkehr der Besiedlung Parabutschs die Besucher sowohl gedanklich als auch visuell in diese eindrucksvolle Feier zurückführte.
Nun, und was war das Besondere bei diesem Kaffeenachmittag? Das war zweifellos eine ganz außergewöhnliche musikalische Delikatesse, die Erwin Eichinger mit seinem Zither-Ensemble den Anwesenden dargeboten hatte. Erwin Eichinger, der selbst „Parabutscher Wurzeln“ hat (viele erinnern sich bestimmt noch seiner verstorbenen Mutter, die viele Jahre lang sehr aktives Mitglied der Vorstandschaft der HOG war und in dieser Funktion auch die ehemalige Tanzgruppe als deren Leiterin betreute), verstand es mit seinem Ensemble ganz ausgezeichnet, eine sehr gemütliche Atmosphäre im Bürgersaal zu zaubern, so dass auch der erste Vorsitzende Heribert Rech sehr gerne zur Violine griff und das eine und andere Musikstück mitgestaltete.
Und so sah der Betrachter am Ende der Veranstaltung frohe und zufriedene Gäste, die häufig mit einem Paket „Parabutscher Bratwürste“ bzw. Schwartenmagen, diesen besonderen Kaffeenachmittag verließen.
Allen, die zum Gelingen dieses Kaffeenachmittages beigetragen haben, sei es in Form von Kuchenspenden oder bei der inhaltlichen Gestaltung des Nachmittags bzw. beim Herrichten und Aufräumen des Bürgersaals, sagen wir an dieser Stelle ein ganz herzliches Dankeschön!
Für die Vorstandschaft: Reinhilde Link, 2. Vorsitzende u. Schriftführerin

      Auch in diesem Jahr serviert die HOG Parabutsch am Karfreitag im
       „Gasthaus zu den drei Königen“ ihr traditionelles „Fischgulasch“.
      Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und bitten um Anmeldung zu diesem
      Essen bis Montag, 03. April 2017 bei: Elisabeth Päßler,
      Tel.: 07253 / 845319 oder E-Mail: epwp@kabelbw.de

HOG-Kaffeenachmittag

Weitere Fotos in der Fotogalerie


Kaffeenachmittag der HOG Parabutsch am Sonntag, 12. März 2017 ab 14.30 Uhr im Bürgersaal Langenbrücken, Trechterweg 2

Die Vorstandschaft der HOG Parabutsch lädt für diesen Tag sehr herzlich alle Landsleute, Freunde und Gönner zu ihrem traditionellen Kaffeenachmittag ein.
Und das erwartet die Gäste:
Pressewart Otto Meid wird in einer interessanten Bilddokumentation uns gedanklich und visuell zurückführen zur 230-Jahr-Feier anlässlich der Gründung unseres ehemaligen Heimatortes Parabutsch, in der Vojvodina gelegen. Außerdem dürfen sich die Gäste auf eine musikalische Besonderheit, dargeboten von Erwin Eichinger und seinem Zither-Ensemble, freuen.
Und natürlich kommt an diesem Nachmittag das persönliche Gespräch der Gäste miteinander und untereinander nicht zu kurz.
Damit auch das leibliche Wohl bedacht ist, erwartet die Gäste, wie gewohnt, zum Kaffee ein herrliches Buffet selbstgebackener Kuchen, zubereitet wieder von unseren eifrigen Kuchenbäckerinnen, ebenso wie zum nach Hause nehmen typische „Parabutscher Bratwürste“ und Schwartenmagen, hergestellt in bewährter Weise von Rudolf Dickgießer (Gastwirt „Zu den drei Königen“).
Selbstverständlich ist während des Kaffeenachmittags auch unser Museum geöffnet.
Die Vorstandschaft der HOG Parabutsch freut sich auf Ihren/Euren Besuch!
Für die Vorstandschaft:
Reinhilde Link, 2. Vorsitzende u. Schriftführerin


Nachruf

 

DSCF0123, Ausschn. Simon Purr1

Die HOG Parabutsch trauert um Simon Purr

Simon Purr ist den Reiseteilnehmern unserer im August letzten Jahres durchgeführten Serbien-Fahrt sicherlich noch in sehr guter Erinnerung, wie er z. B. mit seinem Fahrrad zum Festgottesdienst „angeradelt“ kam, sich anschließend zu den ehemaligen Parabutschern gesellte, am gemeinsamen Mittagessen teilnahm, muntere Gespräche führte, aber letztlich auch über seine kräftezehrende Krankheit klagte. Und dennoch freute er sich, die vielen Fragen der Reiseteilnehmer zu beantworten, vor allem die Frage: Welches war das Haus meiner Eltern/Großeltern, oder: wo lebte die Familie meines Onkels usw., denn er erinnerte sich an nahezu alle ehemaligen Dorfbewohner. Und es freute ihn, wenn er Besucher in deren ehemalige Häuser führen durfte und dabei meistens auch als Dolmetscher fungieren konnte.
Und so ging mit Simon Purr einer der wenigen noch im heutigen Ratkovo lebenden „waschechten Parabuter“!
Und er war ein Parabutscher mit Leib und Seele: Viele Jahre lang unterstützte er Toni Kammerer bei den vielfältigen dort noch zu erledigenden Arbeiten, sei es z.B. das Grasmähen im Kirchengarten der St. Nepomuk Kirche, sei es Mithilfe bei der Erledigung kleinerer Reparaturarbeiten oder der sehr mühsamen Pflege des alten katholischen Friedhofs. Ja, selbst bis Gakovo, dem ehemaligen Vernichtungslager der Donauschwaben und daher auch vieler Parabutscher, fuhr er, so lange es seine Gesundheit erlaubte, mit seinem Moped, um auch dort „nach dem Rechten“ zu sehen, mitunter mit der Sense zu mähen oder aber auch nur einen Feldblumenstrauß an die Gedenkstätte zu stellen.
Und so dankt die HOG Parabutsch posthum Simon Purr für sein in vielen Jahrzehnten geleistetes Engagement für alle Parabutscher.
Die HOG Parabutsch trauert um Simon Purr und wird ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.
Für die Vorstandschaft:
Reinhilde Link, 2. Vorsitzende u. Schriftführerin


Prominenter Gast als 750. Besucher

2017

 

MdL. Ulli Hockenberger im Heimatmuseum

 

MdL. Ulli Hockenberger im Heimatmuseum II

 

 

 

 

MdL Ulli Hockenberger besuchte das Heimatmuseum der HOG Parabutsch

Das Heimatmuseum in Langenbrücken, das das Werden und Vergehen der deutschen Gemeinde Parabutsch in sehr anschaulicher Form dokumentiert, feierte im Januar dieses Jahres, den 750. Besucher in den letzten 12 Monaten und als diesen begrüßte Innenminister a. D. Heribert Rech und erster Vorsitzender der HOG das Mitglied des Landtages Ulli Hockenberger. In der gemütlichen Heimatstube, die mit liebevollen und originalgetreuen Handmalereien ausgestattet ist, wurde der prominente Gast sehr herzlich empfangen. Ein Teil der Vorstandschaft hatte extra für diesen Besuch die einstige Parabutscher Sonntagstracht angelegt, die Frauen mit den zahlreichen gestärkten Unterröcken, die das Sitzen unmöglich machen. Passend dazu die Männer in feschen Westen mit den vielen Knöpfen und dem getupften „Sackdiechl“.
Ulli Hockenberger hatte gerne die sitzungsfreie Zeit genutzt, um besonders nette Menschen zu treffen. Als er sich jetzt nochmals mit der Geschichte der ersten Siedler beschäftigte, sei ihm bewusst geworden, was die Menschen damals auf sich genommen hätten. Umso wichtiger sei es, und hier zitierte er einen zeitgenössischen Liedermacher, dass Heimat kein Ort, sondern ein Gefühl sei. Heribert Rech betonte, dass hier im Heimatmuseum nicht nur Heimatkunde betrieben werde, sondern stets die Beziehung zur alten Heimat gepflegt würde, auch mit anspruchsvollen politischen Themen. Dies zeigte sich auch an den Reisen in das heutige Serbien, die immer gut besucht und auch von der Enkelgeneration wahrgenommen würden. Es sei eine großartige Leistung des kleinen Vereins, den nun 750. Besucher in12 Monaten im Museum zu begrüßen, das insbesondere durch die Arbeit des Museumsleiters Hans Drach und seinem Team, die Geschichte der Heimat zeige. Rech bedankte sich auch bei dem anwesenden stellvertretenden Bürgermeister Bernhard Steltz, der von Anfang an unterstützend zur Seite gestanden hätte. Er gehöre somit zu den Politikern, die wie damals schon die Bürgermeister Franz Josef Kuhn und Rudolf Kramer, die Integration stets positiv begleitet hätten. Es sei keine leichte Aufgabe gewesen, 200 Familien und somit ca. 600 Personen in einer 2.000 Einwohner starken Gemeinde aufzunehmen. Stets habe man damals gehört, dass man froh sei, dort zu sein, wo man hingehöre. Ulli Hockenberger machte anschließend noch unter der fachkundigen Führung von Hans Drach, einen Rundgang durch das Museum. Als Präsent freute er sich über einen tönernen Krug einen sogenannten „Bluzzer“, der in der alten Heimat mit aufs Feld genommen wurde, um die durstigen Arbeiter mitkühlen Getränken zu versorgen. (cm).
Artikel wurde uns freundlicher Weise von Claudia Maciejewski überlassen und wird in gekürzter Form wiedergegeben.

(MOt.)

 

 


Feierlichkeiten 30 Jahre Patenschaft und 230 Jahre deutsche Ansiedlung im heutigen Ratkovo/Serbien

Freitag 14.10.2016

Gedenkfeier am Sonntag 09.Oktober 2016

hog-230-jahr-feier-2016-coll-i

 

 

hog-230-jahr-feier-2016-coll-ii

Feierlichkeiten 30 Jahre Patenschaft und 230 Jahre deutsche Ansiedlung im heutigen Ratkovo/Serbien

Heimatortsgemeinschaft Parabutsch mit Gedenkfeier in Bad Schönborn / Auf den Spuren der Donauschwaben

„Diese herzlichen Begegnungen bereichern uns alle“

 Der Krieg hat einen sehr langen Arm. Noch lange nachdem er vorbei ist, holt er sich seine Opfer“.

Ein Zitat des Berliner Schriftstellers Martin Kessel stand sinnbildlich für die kürzlich  von der aktiven und überaus rührigen Heimatortsgemeinschaft (HOG) Parabutsch im Bad Schönborner Ortsteil Langenbrücken abgehaltenen Gedenkfeier, die zunächst mit einem – von den beiden Geistlichen Alois Zimmermann und Jakob Pfeiffer/Ratkovo abgehaltenen – Festgottesdienst in der Katholischen Pfarrkirche St. Vitus begann.

Gottesdienst

Besonderer Anlass für die Zusammenkunft war, dass man „230 Jahre deutsche Ansiedlung in Parabutsch“ – dem heutigen Ratkovo in Serbien – in Erinnerung rufen und die seit nunmehr 30 Jahren bestehende Patenschaft zwischen der Heimatortsgemeinschaft Parabutsch (der Ort hat heute rund 3 200-Einwohner und liegt in der Pannonischen Tiefebene) und der Gemeinde Bad Schönborn anging. So fand sich nach dem berührenden Gottesdienst, der mit dem Einzug der in Landestracht gekommenen Parabutscher seinen Anfang nahm, im Anschluss bei schönstem Sonnenschein eine große Zahl Besucher vor dem Mahnmal und zur Kranzlegung auf dem örtlichen Friedhof ein.

Gedenkstätte

Die dortige Stele sei, so Heribert Rech, Vorsitzender der Ortsgemeinschaft, „eine Grabstelle für alle toten Parabutscher, die durch die Grausamkeiten des Krieges ihr Leben lassen mussten. Aber auch für jene, die keine würdige Ruhestätte gefunden haben“. Sie erinnere an die Vorfahren, die vor 230 Jahren unglaubliche Strapazen in Kauf nahmen, sich in Serbien ansiedelten und eine neue Heimat fanden. Hier und heute sei „Dankbarkeit der Schlüssel zur Verständigung“, so Rech. Der gebürtige Östringer CDU-Politiker und studierte Jurist Heribert Rech (66) – von 2004 bis 2011 Innenminister von Baden-Württemberg – wohnt selbst in Bad Schönborn und entstammt einer donauschwäbischen Vertriebenenfamilie aus Barabutsch in der Batschka. Der Stein am Friedhofseingang sei aber noch viel mehr, nämlich eine Mahnung zum Frieden. Für Gefühle der Rache sei kein Platz. „Darauf verzichten wir Donauschwaben, wie es in der Charta aller Heimatvertriebenen steht“. Mit einem, vom einheimischen Michael Ganninger dargebotenen, Trompetensolo „Der gute Kamerad“ und „Il Silenzio“ wurde den Verstorbenen gedacht.

Buntes Programm

Am Nachmittag ging in der örtlichen Kraichgauhalle ein buntes Programm über die Bühne, wobei die Gäste – darunter Bad Schönborns Rathauschef Klaus Detlef Huge, Ratkovos Bürgermeister Marco Drobac mit Frau Vesna und der kleinen Tochter Tara, Historiker und Dolmetscher Boris Masic und Arzt Dr. Milorad Zimunovic – zunächst mit zwei Klavierstücken der jungen, aus Bad Schönborn stammenden, Musikerin Lea Kugelmann begrüßt, und später mit donauschwäbischen Spezialitäten aus Küche und Keller verwöhnt, wurden. Heribert Rech („Wir Parabuter sterben noch lange nicht aus. Wir sind ein zähes Völkchen“) ging in seiner Begrüßung und Rede auf die Geschichte und die historische Leistung „dass aus der Batschka die Kornkammer Österreich-Ungarns und des Deutschen Reiches wurde“, ein. „Auf den Schultern dieser früheren Generationen stehen wir heute. Ihnen und den Nachfahren der Gründergenerationen schulden wir Dank und Respekt“, so der Vorsitzende in seiner emotionalen Ansprache. „Die Bereitschaft der Donauschwaben zur Aussöhnung hat nie nachgelassen“, merkte Rech an. Neben einer Aufführung der Kindertanzgruppe Bad Schönborn bereicherte später auch die Mosbacher Trachtentanzgruppe den kurzweiligen Nachmittag. Zudem wurde die Chronik der Ortsbesiedelung in Parabutsch durch Deutsche vorgestellt. Während es nach der Vertreibung 1944 in späteren Jahren nur wenige Menschen wagten, nach Jugoslawien und in das nun kommunistische, von Tito beherrschte, Land zu reisen, ist die Zahl – nicht zuletzt durch die von der HOG Parabutsch organisierten Busreisen – stetig angestiegen.

Fahrten der HOG Parabutsch

„Alle zwei Jahre fahren wir nach Serbien, um historische Orte aufzusuchen und die donauschwäbische Kultur an Leben zu erhalten“, hieß es am Rande. So wurde in der Vergangenheit unter anderem auch der Ort Apatin aufgesucht. Dort traten die Vorfahren 1786, also vor 230 Jahren, nach einer beschwerlichen Bootsfahrt auf der Donau mit der sogenannten „Ulmer Schachtel“ von Ulm kommend, an das Land, das für sie zur neuen Heimat werden sollte. Der Fluss sollte als „Schicksalsstrom der Donauschwaben“ in der Geschichte eingehen. 

Text: Hans-Joachim Of ( mit freundlicher Genehmigung

Boris Masic

boris-masic-vita

Anlässlich der großen Jubiläumsfeier „230 Jahre deutsche Ansiedlung in Parabutsch u. 30 Jahre Bestehen der Partnerschaft mit der Gemeinde Bad Schönborn“, verfasste Boris Masic ein versierter Historiker aus Apatin, eine professionelle Chronik über die Besiedlung des Ortes Parabutsch durch Deutsche.

Boris Masic, ein junger Mann mit mütterlicherseits donauschwäbischen Wurzeln, ist Deutschlehrer in Apatin. Er hält mit viel Leidenschaft und Engagement die Erinnerung an die donauschwäbische Kultur aufrecht.

Boris Masic baut derzeit in der Herz-Jesu-Kirche in Apatin ein Kirchenmuseum auf. Dort sammelt u. archiviert er die letzten Zeugnisse der Kultur der Donauschwaben in der Batschka.

Die Chronik der Besiedlung von Parabutsch haben wir unter der Rubrik: Geschichte eingestellt. Sie können diese Chronik als PDF herunterladen. 


Besuch im Donauschwäbischen Zentralmuseum Ulm (DZM)

2016.07.04, DZM Ulm

 

                     Eine Führung der ganz besonderen Art:

Vorstandschaft der HOG Parabutsch zu Besuch im Donauschwäbischen Zentralmuseum Ulm (DZM)

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erleben…!“ Getreu diesem Motto erlebten die Vorstandsmitglieder der HOG Parabutsch gemeinsam mit einigen treuen Mitgliedern bei einem Besuch im DZM in Ulm eine Führung der ganz besonderen Art durch die Ausstellungsräume dieses hervorragenden Museums, nämlich eine sog. „Schauspielführung“. Hierbei nahm eine Schauspielerin, die in fünf verschiedene Rollen hineinschlüpfte, die Gruppe „mitten hinein ins Geschehen“ und versetzte die Teilnehmer in die Zeit der Besiedlung der Pannonischen Tiefebene durch deutsche Siedler. So standen sie z.B. einer gestrengen Lehrerin gegenüber, die ihre „Schüler“ (die HOG-Gruppe) Hausaufgaben abfragte, z.B. wann in ihrem jetzigen Heimatland die Osmanen das Land zu erkämpfen versuchten oder seit wann ihre Eltern/ Großeltern hier in diesem schönen Teil des Landes leben. Ferner begegneten sie der Schauspielerin in Gestalt einer Aussiedlerin auf der Ulmer Schachtel die Donau hinab, die ihre Beweggründe, die deutsche Heimat zu verlassen, sehr ausführlich darlegte und „trafen“ in Temeswar die Frau des Großbürgers Johann Krämer sowie die “Tuch-Blau-Färberin“. Auch die Darstellung des Elends der Flucht und Vertreibung nach dem zweiten Weltkrieg gelang der Schauspielerin sehr realistisch, wie sie auch die Gedanken der Soldaten an der Front sehr einfühlsam verbalisierte.

Ein Museum auf diese Art zu erleben und hinein zu tauchen in die Historie der eigenen Vorfahren war für die Besuchergruppe etwas ganz Besonderes und nachhaltig Wirkendes.……

Der zweite Teil des Besuchsprogramms hingegen bildete den heiteren Teil des Tages. Hier flanierten nach einem stärkenden Mittagessen die Teilnehmer bei schönstem Sommerwetter an den Ufern der Donau entlang, besuchten hierbei das Internationale Donaufest mit seinen diversen Verkaufsständen und Attraktivitäten, sahen das Denkmal mit den Inschrift-Tafeln, die an eben jene denkwürdige Auswanderung mit der sog. „Ulmer Schachtel“ in die künftige Heimat erinnerte, staunten über die idyllischen Häuser in der Altstadt und bewunderten das „schiefe Haus“, das sich seit nunmehr 500 Jahren über einen kleinen daran vorbeifließenden Bach „beugt“ und sicherlich ein sehr begehrtes Objekt eines jeden Fotografen ist.

Einhellig bescheinigte die Gruppe dem ersten Vorsitzenden Heribert Rech, eine sehr gute Wahl für ein gemeinsames Besuchsprogramm getroffen zu haben. Deshalb auch an dieser Stelle ein ganz herzliches Dankeschön an Heribert Rech für diese Initiative.

 

Für die HOG Vorstandschaft:

Reinhilde Link, 2. Vorsitzende u. Schriftführerin