Heimatortsgemeinschaft Parabutsch e.V.
230 Jahre Parabutsch 2016

Michael Merkhofer: Ein Parabutscher Urgestein feierte seinen 90. Geburtstag

Vor einigen Tagen feierte Michael Merkhofer, ein Parabutscher Urgestein, in seinem Wohnort Wiesloch seinen 90. Geburtstag! Für die HOG Vorstandschaft war es deshalb Ehrensache, mit einer Abordnung dem Jubilar persönlich zu gratulieren.

Michael Merkhofer hatte nach dem zweiten Weltkrieg mit seiner Familie und mit weiteren heimatvertriebenen Donauschwaben, in der kurpfälzischen Stadt eine neue Heimat gefunden. Wie kaum ein anderer blieb er auch 70 Jahre nach der Vertreibung seinen Parabutscher Wurzeln treu. Die Reisen nach Parabutsch waren in all den Jahren ohne Michel nicht denkbar, trotz mancher gesundheitlicher Rückschläge. „Wenn es mit dem Bus nicht mehr geht, nehme ich halt ein Flugzeug nach Belgrad und warte auf Euch!“ und genauso hat er es oft gemacht.

In seiner Würdigung stellte der 1. Vorsitzende der HOG, Heribert Rech die vielfältigen Verdienste des Jubilares heraus: Als leidenschaftlicher Fotograf hielt er viele denkwürdige Momente mit der Kamera und auf Videos fest. Bei der Errichtung und Ausgestaltung des Heimatmuseums hat er seine wertvollen Detailkenntnisse eingebracht und unzählige Stunden investiert.

Seine professionelle Schneidertätigkeit, die er nicht nur in der alten, sondern auch in der neuen Heimat ausübte, war für die Heimatortsgemeinschaft von sehr großem Wert. So hat er nicht mehr intakte Trachten immer wieder zurechtgeschneidert und die alten Fahnen aus der Parabutscher Kirche restauriert und so wertvolles Kulturgut vor dem Zerfall gerettet. Zahlreiche Exponate wie Fotos, Videos und Bücher hat er dem Museum übergeben. Für die HOG ist der Jubilar mit seinem unübertrefflichen Wissensschatz und seinen erstaunlichen Detailkenntnissen eine große ideelle, aber auch eine ebenso große materielle Stütze. Auch bei der Erstellung des Jahreskalenders können die Redakteure auf das Wissen und den Erfahrungsschatz von Michael Merkhofer zurückgreifen.

Den Gratulanten der HOG war es eine große Freude zu sehen, wie der Jubilar trotz seines hohen Alters, seine vielfältigen Aktivitäten und Interessen meistert, unterstützt von seiner Frau Maria, seiner Tochter Christine, den Enkeln und seiner großen Familie.

*Michael Merkhofer – einer von uns!*

Mit allen guten Wünschen, vor allem für eine stabile Gesundheit.

Für die Vorstandschaft:

Otto W. Meid, Pressereferent

 

_________________________________________________________________________________________________________________________________________________


HOG Vorstandschaft gratuliert Frau Hermine Görlich zum 100.Geburtstag

 Am 10. November diesen Jahres feierte Frau Hermine Görlich, eine „waschechte“ Parabutscherin, in Östringen ihren 100. Geburtstag! Deshalb ließ es sich die Vorstandschaft der HOG nicht nehmen, der Jubilarin mit einer kleinen Abordnung zu diesem seltenen Ereignis zu gratulieren.

Und so trafen die Vorstandsmitglieder an jenem Samstagvormittag im Kreise vieler Gratulanten eine geistig und auch körperlich sehr vitale Jubilarin an. Heribert Rech, erster Vorsitzender der HOG, erfreute die Jubilarin im Anschluss an seine sehr persönlich dargebrachten Glückwünsche mit einem Musikstück, das er auf der Violine seines verstorbenen Bruders darbot, auf der ebenfalls Josef Görlich viele Jahre lang spielte. In dieser sehr lustigen Gästerunde beeindruckte Frau Görlich immer wieder mit ihrer geistigen Lebendigkeit, die sowohl alte Erinnerungen wieder aufleben ließ, als auch das Zeitgeschehen sehr persönlich kommentierte. Betrachtet man allerdings den Lebenslauf der Jubilarin, ist darin in den zurückliegen-den Jahrzehnten sehr viel Leid und Schmerz erkennbar:

Frau Hermine Görlich, geb. Becker, wurde am 10. November 1918 in Parabutsch, dem heutigen Ratkovo, geboren und wuchs in einer Lehrerfamilie auf. Sie verbrachte dort eine frohe und behütete Kindheit und heiratete am 21. September 1937 den aus Panschevo stammenden Josef Görlich, der als erster Absolvent der deutschen Lehrerbildung sein Examen bestanden hatte und in Parabutsch seine erste Lehrerstelle antrat. Mit der 1938 geborenen Tochter Irmgard und dem 1942 geborenen Sohn Gerhard war sehr bald die kleine Familie komplett. Dieser „Familienidylle“ bereitete auch der über Parabutsch hereinbrechende zweite Weltkrieg ein jähes Ende. Frau Görlichs Mann Josef zog als ungarischer Soldat in den Krieg und Hermine Görlich begab sich mit ihren beiden kleinen Kindern und ihren Eltern auf die Flucht in eine ungewisse Zukunft. Allerdings erlitt ihre Mutter auf dieser Flucht einen sehr schweren Unfall, der eine Weiterfahrt unmöglich machte. Und so wurden die Flüchtenden in einer damals rein deutschen Gemeinde Ungarns einquartiert, die für 12 Jahre ihre neue Bleibe werden sollte, während Ehemann Josef Görlich nach Kriegsende als Deutschstämmiger nach Deutschland „entlassen“ wurde und in Östringen eine Anstellung als Lehrer, später als Konrektor, fand. Erst der Aufstand 1956 in Ungarn gab Hermine Görlich mit ihren beiden Kindern die Chance, in einer abenteuerlichen Flucht Ungarn zu verlassen und letztlich zu ihrem Mann nach Östringen zu gelangen. Sehr schnell konnte die nun wieder vereinte Familie in ihr jetziges schönes Haus einziehen. Zwei sehr schwere Schicksalsschläge hatte die Jubilarin 1997 durch den Tod ihres Mannes Josef und ein Jahr später durch den Tod ihrer Tochter Irmgard zu verkraften. Als „Stehauf-Männchen“ ist ihr Lebensmut wieder zurückgekehrt.

*Und so wünscht die HOG Parabutsch Frau Hermine Görlich noch eine schöne und erfüllte Zeit im Kreise ihrer Lieben und bedankt sich für das in zurückliegender Zeit vor allem finanziell geleistete Engagement der Jubilarin.

Für die Vorstandschaft:

Reinhilde Link, 2. Vors. u. Schriftführerin

 

________________________________________________________________________________________________________________________________________________


Kaffeenachmittag im Bürgersaal am Sonntag 04.11.2018

 

Kaffeenachmittag im Bürgersaal Langenbrücken* Froh und zufrieden blicken die Mitglieder der Vorstandschaft auch wieder auf den Kaffeenachmittag zurück, der vergangenen Sonntag, 04. November, im Bürgersaal in Langenbrücken stattgefunden hat:

Und so konnte der Vorsitzende Heribert Rech schon zu Beginn der Veranstaltung viele Besucher begrüßen, darunter auch angereist aus Serbien, ein Bewohner Parabutschs, dem heutigen Ratkovo. Erfreut zeigte sich der Vorsitzende auch über die stattliche Zahl Jugendlicher, die er als Gäste willkommen heißen konnte. Natürlich war es im Bürgersaal selbst das große und reichhaltige Kuchenbuffet, das ein großer Anziehungspunkt war, zu dem fleißige Kuchenbäckerinnen und neuerdings auch Kuchenbäcker „beisteuerten“. Es war aber auch die hervorragende Filmpräsentation von Roland Schmalz über den im vergangenen August stattgefundenen Besuch in der ehemaligen Heimat Parabutsch, die alle Anwesenden in ihren Bann zog. Und so herrschte während der gesamten Filmvorführung im Saal restlose Stille und Aufmerksamkeit. Auch die Information über die im Oktober 2019 geplante Donaukreuzfahrt von Passau bis Apatin, also quasi auf den Spuren der Vorfahren, fand großes Interesse und so mancher Besucher ließ sich schon während des Kaffeenachmittags für diese Reise anmelden. Dennoch war es vor allem das große Interesse, das die Besucher in das neu gestaltete Museum führte, die dort unter kundiger Führung viele Details über Geschichte und Gegenwart der Donauschwaben, und insbesondere über die Parabutscher Donauschwaben erfuhren. Auch die zum Nach-Hause-Nehmen angebotenen „Parabutscher Bratwürste“ und der Schwartenmagen aus der Küche von Rudolf Dickgießer (Gastwirt „Zu den drei Königen“) erfreuten sich großer Nachfrage.

Allen, die zum Gelingen dieses Kaffeenachmittages beigetragen haben, sei es in Form von Kuchenspenden oder bei der inhaltlichen Gestaltung des Nachmittags bzw. beim Herrichten und Aufräumen des Bürgersaals, – hier wäre besonders die wunderschön, herbstliche Tischdekoration hervorzuheben-, sagen wir an dieser Stelle ein ganz herzliches Dankeschön!

*Ein ganz besonderer Dank gilt unseren Besuchern an diesem Kaffeenachmittag.

Halten Sie uns bitte weiterhin die Treue!*

 

Für die Vorstandschaft:

Reinhilde Link, 2. Vors. u. Schriftführerin

 

 

 

______________________________________________________________________________________________________________________________________________